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6. Elektrotherapie
Die physiotherapeutische Elektrotherapie soll nur kurz angerissen
werden, da zur Vermeidung von Therapiefehlern immer eine Verschreibung
durch den Arzt ratsam ist. Man nutzt sowohl nieder- und mittelfrequente
Stromformen als auch Ströme im Hochfrequenzbereich zur Behandlung
einer Vielzahl von Erkrankungen:
Niederfrequente Stromformen (0-1000 Hz) reizen Nervenzellen
und erzeugen dadurch Muskelkontraktionen, aber keine Wärme.
Zu ihnen gehören die Therapieformen wie Galvanisation,
Iontophorese, Schwellstrom, Ultrareizstrom,
diadynamischer Strom und TENS (Elektroanalgesie).
Ähnliche Wirkung erzielen mittelfrequente Ströme (1000 - 100000
Hz) wie die Interferenzstrombehandlung.
Hochfrequente Stromformen (über 100000 Hz) werden zur Therapie
als Kurzwelle und Dezimeterwelle genutzt und
entwickeln in der Tiefe des Körpers Wärme, lassen aber dabei
keine Muskelkontraktionen entstehen.
Die Palette der Krankheiten, bei denen Elektrotherapie in
das Behandlungsprogramm aufgenommen werden kann, reicht von
Erkrankungen des Stütz-, Halte- und Bewegungsapparates über
Durchblutungsstörungen und vegetativen Funktionsstörungen
innerer Organe bis zu nervalen Schmerzzuständen. Der genaue
Einsatz der entsprechenden Therapieform ist immer im Zusammenhang
mit dem gesamten Gesundheitszustand von einem erfahrenen Arzt
festzulegen.
Auch Kombinationsverfahren wie Stanger- bzw. Zwei-
/Vierzellenbäder sollten ärztlich verordnet werden. Diese
Formen der Galvanisierung wirken durchblutungsfördernd und
schmerzdämpfend. Zusätzlich trainieren sie das Muskel-Nerven-System
und verbessern die vegetative Regulation. Diese Therapieformen
helfen besonders bei verschiedenen Erkrankungen des Stützapparates
und des Nervensystems.
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