Suchen sie nach Kurkliniken, Rehakliniken uvm. Gesundheitsreisen - Speziell auf Sie zugeschnitten Informationen rund um ihre Kur oder Rehaklinik Antragshilfen zu stationärer Rehabilitation Impressum Hilfe Unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen

 

Krankheitsbilder
Klinikportal für Gesundheitsreisen, Rehakliniken und Kurkliniken

Zurück zu Informationen

Stichwortsuche:  
(mehrere Stichworte durch Semikolon trennen)
Diagnoseschlüssel
ICD 10
L40
Diagnose
Psoriasis - Schuppenflechte
Synonym 1
Psoriasis - Arthropathie
Synonym 2
Parapsoriasis
Synonym 3
Arthritis psoriatica
Synonym 4
Pathogenese
Erblich fixierte Bereitschaft der Haut, äußere (exogene) und innere (endogene) Reize mit einer meist lang anhaltenden umschriebenen Vergrößerung des Gewebes (Hyperplasie) und Entzündung (den sogenannten Psoriasisherden) zu beantworten.
Typ I Beginn im jugendlichen Alter, Typ II Beginn im Erwachsenenalter (>40).Häufigkeit: 1 – 2 % der Bevölkerung, vorwiegend bei hellhäutigen Menschen. Dabei kommt es zu einer überstürzten Oberhaut-(Epidermis) Bildung in unterschiedlich großen Arealen, wobei der behaarte Kopf, die Ellenbogen, die Kniegelenke und die Analfalte besonders häufig betroffen sind.
Verlauf: meist schubartig, chronisch, keine Narben, keine Krebsentstehung
Risikofaktoren/
Risikoprofil
Helle Haut, oft nach Infektionskrankheiten oder Traumen auftretend, familiär gehäuft beim Typ I. Keine Ansteckungsgefahr.

Symptome
Scharf begrenzte mit silberweißen Schuppen bedeckte, zuweilen juckende Herde unterschiedlicher Größe und Gestalt besonders an obengenannten bevorzugten Körperabschnitten oder grundsätzlich am ganzen Körper möglich.
Sonderformen:
punktförmige Herde:(Psoriasis puncta)
tropfenartige Herde (Psoriasis guttata)
münzenförmige Herde (Psoriasis nummularis)
ringförmige Herde (Psoriasis anularis)
girlandenförmige Herde (Psoriasis gyrata)
landkartenähnliche Herde (Psoriasis geographica)
Durch Kratzeffekte blutet es punktförmig durch die sehr dünne Oberhaut (Epidermis). Häufig treten zusätzlich Veränderungen an den Fingernägeln auf bis zur völligen Auflösung der Nagelplatte (sogenannter Krümelnagel). Bei ca. 5 % der Psoriasispatienten treten gleichzeitig Gelenkbeschwerden auf ( Fingergelenke, Zehengelenke, Kniegelenk = peripherer Typ) oder an den Wirbelgelenken und den Kreuzdarmbeingelenken = zentraler Typ = Psoriasis arthropathica. Selten können die Gelenkbeschwerden vor den Hauterscheinungen auftreten: = Arthritis psoriatica sine psoriase. Besonders in diesen Fällen ist die Abgrenzung zur Rheumatoidarthritis und zur Gicht schwer.
Diagnostik
Inspektion der Haut, insbesondere der in der Regel bevorzugten Hautareale. Im Labor Ausschluss von Gicht und entzündlichen rheumatischen Erkrankungen.
Therapie
Entfernung der Schuppen mit Salicylsäure
lokal: Cignolin-Salben, Harnstoff-Creme, UV-Phototherapie (SVP), Photochemotherapie (PUVA), intern: systemisch bei therapierefraktären Fällen: Kortison, Zytostatika, Retinoide, Ciclosporin A, allgemein: Alkoholreduktion bzw. Karenz, Hautreize (Kontaktallergene) vermeiden, spezielle Diät umstritten; Klimatherapie im Hochgebirge, Sole- und Teerbäder, UV-Bestrahlung. Bei Gelenkbeteiligung: Antirheumatika, Antiphlogistika, u.U. Basismedikation (siehe Rheumatoidarthritis).
Prophylaxe
Hautpflege, Vermeidung von Kontaktallergenen

Stand
12.2.2001
Autor
Dr.med. Klaus Büttner
Internet Links
www.medizinfo.de/hautundhaar/start.htm
(Laienverständliche Darstellung der wichtigsten dermatologischen Krankheitsbilder, vertiefende Literatur- und Linksammlung, Suche nach Fachkliniken möglich)