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3. Mooranwendungen/Peloide
nutzen die durchblutungsfördernde, schmerzmindernde und entzündungshemmende
Wirkung dieses natürlichen Heilstoffes aus. Zusätzlich wird
bei den Anwendungen eine intensive Wärmeeinwirkung genutzt.
Das klassische Moorbad bewirkt zusätzlich eine allgemeine
Überwärmung des Organismus, einen deutlichen Blutdruckabfall
und einen Ausgleich vegetativer Dysregulationen. Besonders
zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen und degenerativer
Krankheiten des Bewegungsapparates, bei chronischen Unterleibsbeschwerden
und bei psychischen Erschöpfungszuständen wird dieses Kurmittel
gern eingesetzt. Ähnliche Indikationen hat das Moorlaugenbad,
das jedoch schonender für Herz und Kreislauf ist und deshalb
für Patienten mit entsprechenden Gesundheitsrisiken in Frage
kommt. Moorpackungen entfalten ihre heilsame Wirkung
gezielt auf Organe im Bereich der Packung. Sie können so neben
den bereits genannten Krankheitsbildern sehr wirksam bei Muskel-
und Nervenschmerzen, bei chronischen Erkrankungen der Nieren,
der Leber und der Gallenblase und bei chronischen Frauenleiden
eingesetzt werden. Ähnliche, jedoch abgeschwächte Wirkung
erzielt die Fangopackung. Eine aktive Therapieform
ist das Moorkneten. Dadurch kann eine Mobilitätsverbesserung
der Hände bei verschiedenen Rheumaformen erreicht werden.
Die Anwendungen mit Moor sind für den Organismus sehr anstrengend.
Deshalb ist von diesen Kurmitteln bei geschwächter Konstitution
oder bekannten Gesundheitsrisiken ohne Befragen des Arztes
abzuraten. Mooranwendungen sind generell bei fieberhaften
Erkrankungen, schwersten Formen von Krankheiten des Herzens
und des Kreislaufes, offenen Wunden und schweren Erschöpfungszuständen
zu vermeiden. Auch während eines akuten Rheumaschubes sind
diese Therapieformen untersagt. Die Bäder sind zusätzlich
für Patienten mit niedrigem bzw. unbehandelten hohem Blutdruck
oder mit Krampfaderleiden untersagt, hier kann gegebenenfalls
auf lokale Applikationsformen zurückgegriffen werden. Liegen
akute Entzündungen oder Verletzungen, Venenentzündungen oder
Blutergüsse vor, muß auch auf Packungen verzichtet werden.
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